Augenfolgebewegung und Fixieren als Voraussetzung für Lesen, Schreiben und Rechnen

Sowohl für das Lesenlernen als auch später für das sinnerfassende Lesen ist die freie Verfügbarkeit der Augenfolgebewegung eine grundsätzliche Voraussetzung. Steht diese Teilleistung nicht oder nur bedingt zur Verfügung, wird Lesen als sehr anstrengend empfunden. Bewegen sich die Augen ruckartig, kann es zum Überspringen von einzelnen Buchstaben oder von Silben kommen. Manchmal werden sogar ganze Worte „übersehen“.

Auch die Fähigkeit mit den Augen zu fixieren, stellt eine wesentliche Voraussetzung für das Lesen dar. Mit den Augen werden die Buchstaben, Silben oder Wörter der Reihe nach „festgehalten“ und aufgenommen. Hat der Schüler mit dem Fixieren Schwierigkeiten, so gleiten die Augen immer wieder weg und der Lesevorgang muss neu begonnen werden. Im folgenden Beispiel soll gezeigt werden, welche Bedeutung das Fixieren im Bereich Rechnen beim Addieren von Zahlen hat.

2
3
2
2

2 + 3 + 2 + 2 + 2 =

Steht das Fixieren nicht im ausreichenden Maß zur Verfügung, kommt es sowohl beim waagrechten als auch beim senkrechten Addieren leicht zu Fehlern. Der Schüler weiß dann oft nicht, ob er die Zahl schon dazugezählt hat oder nicht.

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