Wie kann ich als Lehrer dazu beitragen, dass sich Kinder in der Schule wohl fühlen?

Rudolf Steiner sagt: „Es gibt nur drei wirksame Erziehungsmittel: Furcht, Ehrgeiz und Liebe. Wir verzichten auf die ersten beiden.“

Das ist wirklich gut gesagt!

  • Furcht ist eine autoritäre Erziehungshaltung.

  • Ehrgeiz ist das, was wir im Moment erleben: eine extrem leistungsorientierte, wettbewerbsorientierte Gesellschaft und Schule.

  • Und dann noch Liebe, ja was heißt das? Es heißt, die Kinder gern zu haben und sie wahrzunehmen als einzigartige Wesen, damit wären wir wieder am Anfang unseres Gesprächs.

Ich denke, die meisten Menschen sind leider zu wenig fasziniert von dem Kind als Wesen, unabhängig davon, welche Leistung es erbringt. Ich würde mir wünschen, dass wir alle uns mehr auf das Wesen Kind einlassen und Kinder nicht nur als Dienstauftrag sehen: Ich mache die Kinder zu Menschen, die lesen können usw. Wenn man im Kind nur einen didaktischen Auftrag sieht, ist das sehr traurig. Aber dieses Problem haben wir in der ganzen Gesellschaft. Zum Beispiel sind heutzutage die Möglichkeiten der Video-Aufnahmen phänomenal. Wir verwenden Videoaufzeichnungen in der Klinik seit 15 Jahren: Die Aufnahmen werden gemeinsam mit dem Assistenten angeschaut und diskutiert. Die Einführung der Videotechnik war für mich ein Quantensprung in der Ausbildung. In der Pädagogik wäre das genauso möglich: Eine Schulstunde aufnehmen und anschließend diskutieren.

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