Der Alltag von Kindern ist ständiges Lernen, und sie haben häufig große Lust zu lernen. Mit dem Eintritt in die Schule bricht das oft ein. Woher kommt dieser Schulfrust, diese Schulunlust?
Eine der Hauptursachen liegt wohl darin, dass die Kinder immer wieder mit Inhalten konfrontiert werden, die sie entweder langweilen oder überfordern, weil die Inhalte nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechen. Und mit der Zeit kann sich daraus eine Grunderfahrung entwickeln: „Ich verstehe sowieso nie, was in der Schule passiert“ und die Kinder verabschieden sich innerlich. Weil Kinder gleichen Alters nicht auf dem gleichen Entwicklungsstand sind, ist das Interesse und die Intensität des Lernens bei jedem Kind unterschiedlich.
Je besser die Übereinstimmung ist zwischen der Anforderung und dem Entwicklungsstand des Kindes, desto länger bleibt die Lust am Lernen erhalten.
Dabei sollte man darauf achten, dass die Übereinstimmung in beide Richtungen stimmt: sowohl in Bezug auf eine Überforderung als auch auf Unterforderung. Und diese Anforderungen sind nicht mit Standards festzulegen, sondern sollten an das individuelle Kind angepasst sein.
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